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Vom Grundschein bis zum REFA-Techniker Industrial Engineering

REFA-Bundesverband


REFA-Produktmanager Hans-Joachim Adam und Absolventin Diana Mußhoff

Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin

Teilnehmer an REFA-Seminaren und -Ausbildungen kommen aus den unterschiedlichsten Branchen, sowohl aus kleinen Betrieben als auch Großkonzernen. Ebenso variantenreich sind die Anlässe, eine REFA-Qualifizierung zu absolvieren. Allen Teilnehmern gemeinsam ist jedoch die Motivation, beruflich voranzukommen und sich im Unternehmen aktiv bei der Optimierung von Prozessen und bei der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit einzubringen. So auch Diana Mußhoff, Leiterin Qualitätswesen bei der shr automotive GmbH in Wendlingen, deren Erfahrungen hier im Wortlaut weitergegeben werden (im Bild zusammen mit Hans-Joachim Adam, Ausbildungsleitung beim REFA-Bundesverband) .

"Mein Name ist Diana Mußhoff, ich bin 26 Jahre und habe Ende 2017 meine Weiterbildung zur REFA-Technikerin abgeschlossen.

Auf REFA bin ich durch meinen ehemaligen Lehrer für Prozessorganisation aufmerksam geworden. Zu dieser Zeit befand ich mich in der Ausbildung zur staatlich geprüften Technikerin im Bereich Maschinenbau. Ein Angebot der Schule war es, den REFA-Grundschein neben dem Unterricht zu absolvieren. Dies war wahrscheinlich einer der besten Entscheidungen, die ich zu diesem Zeitpunkt treffen konnte.

Nach Abschluss des staatlich geprüften Technikers begann ich, im Bereich Spritzgusstechnik/Automobilindustrie zu arbeiten.

Für die Optimierung von Prozessabläufen sowie die Aufnahme von Zeiten nach Ablaufabschnitten war das Basiswissen aus dem REFA-Grundschein ein sehr wichtiges Fundament. Durch den REFA-Grundschein bekam ich ein besseres Verständnis für Verschwendungen/Verschwendungsarten. Auch die Kreativität bei der Umstrukturierung von Prozessabläufen wurde durch das Wissen aus dem Grundschein gefördert.

Im Laufe der letzten zwei Jahre habe ich die Aufbaukurse bis zum REFA-Techniker absolviert. Mit jedem Kurs wurde das theoretische Wissen, welches ich ansammeln konnte, größer. Ein Problem bei der Menge an Kursen war, dass egal in welchem Unternehmen/Branche man tätig ist, nie alles an Wissen in die Praxis umgesetzt werden kann. Nach jedem weiteren Kurs versuchte ich, so viel Wissen wie möglich in unserem Unternehmen zu platzieren. Zudem war es mir wichtig, Mitarbeiter aus der Produktion und den einzelnen Abteilungen im Büro an dem Wissen teilhaben zu lassen. Die Schwierigkeit hierbei war, dass viele Mitarbeiter über die Jahre betriebsblind geworden sind oder das Grundwissen (Grundschein) fehlte.

Ich kann jedem Unternehmen, egal wie groß es ist, nur empfehlen, so viele Mitarbeiter wie möglich von der Basis an weiterzubilden. Nur Mitarbeiter, die motiviert bleiben und sich weiterentwickeln, bringen dem Unternehmen auf Dauer einen Mehrwert. Die Dynamik, die sich durch gemeinsame Gesprächsthemen, sowohl privater als auch beruflicher Natur entwickelt, ist enorm hoch. Im Idealfall sind es mehrere Mitarbeiter, die zeitgleich auf dieselben Schulungen gehen, um das gelernte Wissen gemeinsam anzuwenden. Hierdurch entsteht ein Schneeballeffekt im Unternehmen.

Nach den Abschnitten Grundausbildung, Kostencontroller, Organisationsreferent und Produktionsplaner folgten unter anderem die beiden Kurse „Optimierung der Wertschöpfung mit REFA“ und „Gestaltung von Produktionssystemen mit REFA“.

Vor diesen beiden Kursen war ich über die Sinnhaftigkeit der Abfolge sowie die Anwendbarkeit des Erlernten in der Praxis häufig skeptisch. Die Kurse habe ich in der empfohlenen Reihenfolge durchgeführt.

In den letzten beiden Kursen vermischten sich das erlernte Wissen und die Kompetenz aus allen vorherigen Kursen. Es wurde eine Verbindung geschaffen, aus kreativem Lösen von Problemen an Praxisbeispielen und Anwenden der Theorie in der Praxis. Anders als in manchen vorherigen Kursen gibt es ein Problem zu lösen, welches die Teilnehmer durch die gesamte Woche begleitet.

Auch von der zeitlichen Abfolge sind die letzten beiden Kurse ideal geplant. Es gibt genügend Zeit, bereits erlerntes Wissen nochmals aufzufrischen und dann anzuwenden.

Mit jedem absolvierten Kurs bei REFA werden die soziale Kompetenz, die fachliche Kompetenz sowie die Moderationsfähigkeiten der Kursteilnehmer gestärkt und gefördert. Durch den Austausch an Informationen über den beruflichen Alltag und die Kontakte, die geknüpft werden, entwickelt man sich automatisch weiter.

Abschließend kann ich nur sagen, dass der REFA-Techniker mir sowohl fachlich als auch persönlich sehr viel gebracht hat. Die Weiterbildung ist zeitaufwändig und teuer. Je früher man sie absolviert, umso länger kann man von dem gelernten Wissen profitieren. Es ist eine gute Investition in die persönliche und berufliche Zukunft. Aus diesem Grund ist mein nächstes Ziel die Ausbildung „Industrial Engineering“ bei REFA in Darmstadt."

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