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Jahreshauptversammlung des LV Thüringen bei Sandvik

REFA Thüringen


Werkleiter Henning Kirchner (mi.) erklärt die Produktionsabläufe.

Zur Jahreshauptversammlung 2014 des REFA-Landesverbandes Thüringen trafen sich die Mitglieder im Unternehmen Sandvik Tooling Supply Schmalkalden. Werkleiter Henning Kirchner stellte zunächst das gastgebende Unternehmen vor.

1862 gegründet sind im Sandvik-Konzern heute über 2 700 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Aktuell werden 8 000 Patente gehalten. Die Marktführerschaft für Zerspanungswerkzeuge soll weiter ausgebaut werden. Von den 19 deutschen Standorten des schwedischen Konzerns ist Schmalkalden das einzige ostdeutsche Werk. 250 Mitarbeiter, darunter 20 Auszubildende, sind in dem 1991 gegründeten Werk beschäftigt. Hergestellt werden Auf- und Ausbohrwerkzeuge, kundenspezifische Sonderwerkzeuge zum Drehen, Fräsen, Bohren und für Kalibrierungen von Lehren und Messmitteln. Das Schmalkaldener Werk gilt als Kompetenzzentrum für die Herstellung von Kurbel- und Nockenwellenfräsern, Spanneinheiten, Bohrwerkzeugen, Sonderwerkzeugaufnahmen und anderem mehr.

Der Neubau aus dem Jahr 2007 wurde so gestaltet, dass die Ingenieure und das begleitende Personal nahe an der Produktion arbeiten können. Deshalb seien die Besucher oft erstaunt über das kleine Verwaltungsgebäude.

Im Schmalkaldener Werk arbeitet man eng mit Studenten der Fachhochschule Schmalkalden, der Technischen Universität Ilmenau, der Berufsakademie Eisenach und des Werkzeug-Instituts Schmalkalden zusammen. Auch die REFA-Qualifizierung von Mitarbeitern werde als Investition für die Zukunft gesehen, so der Werkleiter. Eine Betriebsführung durch das Werk ergänzte die Präsentation.

Unter jenen, die beim REFA-Landesverband Thüringen im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Ausbildung erhielten, waren auch Mitarbeiter von Sandvik Tooling Supply Schmalkalden. Insgesamt aber habe es einen Einbruch in der Anzahl von Grund- und Fachausbildungen gegeben, so Geschäftsführer Erich Röppischer in seinem Geschäftsbericht. Außerdem hätten die strategischen Maßnahmen im REFA-Verband zu höheren Belastungen der Landesverbände geführt. Unter anderem wurde in diesem Jahr mit der neuen Grundausbildung begonnen. Bewusst habe sich der Thüringer Landesverband dabei nicht in eine Vorreiterrolle gedrängt.

Mit der neuen Grundausbildung wurden auch ihre Preise angehoben, gleichzeitig auch für die Anpassungsausbildungen. Die Veränderungen machen zudem eine weitere Lehrerausbildung nötig, die jedoch im abgelaufenen Geschäftsjahr in Thüringen noch nicht durchgeführt werden konnte und nun für das Jahr 2015 geplant wurde.

Die vorgelegten Wirtschaftszahlen und der Bericht der Revision bestärkten die Anwesenden darin, den Vorstand zu entlasten.

Dr. Dieter Weiß, Qualitätsmanagementbeauftragte im REFA-Landesverband Thüringen, berichtete über die Rezertifizierung in 2014. Ein Schwerpunkt habe bei den Qualitätsmanagement-Dokumenten und der diesbezüglichen Abstimmung zwischen Landes- und Bundesverband gelegen. Außerdem seien ein Überwachungsaudit und eine Managementbewertung im Landesverband Thüringen vorgenommen und weitere Empfehlungen des Audit-Beauftragten realisiert worden.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen Frank Pöschel hatte bereits bei der Begrüßung zur Jahreshauptversammlung den Wunsch geäußert, dass man miteinander ins Gespräch kommen möge. Am Rande der Versammlung wurde dies reichlich genutzt. Am Ende der Jahreshauptversammlung stand die Vorausschau auf das Jahr 2015. Der REFA-Landesverband Thüringen feiert dann sein 25-jähriges Bestehen. Frank Pöschel forderte die Mitglieder auf, darüber nachzudenken, wie dieses Jubiläum würdig gefeiert werden kann. Insgesamt blicke der Thüringer Verband auf eine erfolgreiche REFA-Geschichte und dies sollte allemal Anlass sein, gebührend mit den Mitgliedern und Partnern zu feiern.

– Marina Hube –

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