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Mentor und Moderator seiner Mitarbeiter sein

REFA


– Management-Basics für (angehende) Führungskräfte

Wem heute eine Führungsrolle zugesprochen wird, der muss neben dem erforderlichen Fachwissen auch und vor allem über eine außerordentliche Sozialkompetenz verfügen. Es gilt, die Potenziale von Mitarbeitern zu erkennen, zu erschließen und Synergien durch die Zusammenarbeit im Team zur Entfaltung zu bringen. Sich selbst zurücknehmen, statt immer vorne zu stehen, heißt die Devise.

Die Veränderungen der Arbeitsorganisation durch eine immer weitreichendere Dezentralisierung der Aufgaben und flachere Hierarchien erhöhen die Verantwortung der einzelnen Mitarbeiter. Sie müssen fachliche Entscheidungen selbst treffen, anstatt blind den Anweisungen der Führungskraft zu folgen. Es gilt, sich selbst einen Platz in diesem neuen Gefüge zu suchen und dabei noch viel mehr als nur Fachkompetenz mitzubringen. Manager treffen deshalb heute auf Teams, die ganz anders aufgestellt sind als noch vor einigen Jahren.

Mitarbeiter, die täglich die Unternehmensziele im Blick haben und auch dann agieren können, wenn es nicht auf dem Arbeitsplan steht, die Probleme einfach anpacken, statt sie erst ausführlich dem Vorgesetzten vorzutragen, arbeiten oft intuitiv. Sie erleben täglich neue Herausforderungen und unerwartete Hindernisse, müssen sich als Vertreter einer Meinung im Team behaupten, scheitern, wenn die Lösung doch nicht die richtige war, und haben mit Enttäuschungen und Konflikten, hohen fachlichen Erwartungen, die an sie gestellt werden, zu kämpfen.

Nicht der Bestimmer und Kontrolleur, sondern der Motivator und Berater ist gefragt

Von einer Führungskraft wird deshalb erwartet, dass sie für eine gute Dynamik innerhalb des Teams sorgt, statt nur Ergebnisse kontrolliert. Nicht der Überwacher und Aufgabenverteiler ist gefragt, sondern ein Konfliktmanager, Berater, Motivator, eine Vertrauensperson und treibende Kraft – jemand, der genau in den Bereichen unterstützt, in denen es in dieser neuen Arbeitswelt schwierig werden kann. Zum Beispiel dann, wenn ein Projekt von Streitigkeiten gestört wird, die die Beteiligten nicht mehr unter sich lösen können.

Um den Weg zur Entscheidungsfindung jetzt nicht durch eine vergiftete Stimmung zu bremsen, muss eine Führungskraft hier als Konfliktmanager eingreifen. Und dann sollte sie nicht einfach als „Bestimmer“ agieren und ein Ergebnis vorgeben, sondern die Mitarbeiter anleiten, das Problem selbst zu lösen, und ihnen beratend zur Verfügung stehen. Hilfe zur Selbsthilfe anbieten, zuhören, den Kern des Problems erfassen und Lösungsansätze vorschlagen – das ist jetzt gefragt. Das kostet die Zeit eines oder mehrerer Gespräche und setzt auch voraus, dass man als Führungskraft nicht nur sein eigenes Interesse nach Macht im Blick hat. Vielmehr sollte es dem Chef gelingen, sich selbst in den Hintergrund zu stellen und seinen Mitarbeitern zu zeigen, wie sie in solchen Situationen in Zukunft zielführend agieren können. Es mag verlockend sein, die Entscheidung als Führungskraft einfach selbst zu treffen – Lösung A oder B als indiskutables Ergebnis vorgeben –, aber damit blüht der Konflikt bei nächster Gelegenheit vermutlich wieder auf.

Zeitgemäß führen heißt deshalb auch, für ein Wohlfühlklima sorgen, Feedback geben, Spannungen lösen, Karrieren fördern und „ansprechbar“ sein, also ein offenes Ohr haben und Verständnis mitbringen. Und was außerdem nicht fehlen darf: eine gute Prise Humor. Die sorgt nämlich laut einer Studie von den Mannheimer Psychologen Alexander Pundt und Felicia Herrmann für eine bessere Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeitern – vorausgesetzt der Humor ist „sozial, wohlwollend und positiv“. (https://www.haufe.de/personal/hr-management/fuehrung-bitte-recht-humorvoll_80_295656.html)

Um diesen Führungsstil nachhaltig anwenden zu können, bedarf es offensichtlich immer noch einer Unterstützung. In einem Bericht auf www.harvardbusinessmanager.de wird deutlich, dass es Führungskräften schwerfalle, von einer Anwesenheits- zu einer Ergebnisorientierung zu wechseln und die Kontrolle der Mitarbeiter einzuschränken. Außerdem sei die mangelnde Zeit für Führungsaufgaben ein Hindernis bei der Einführung des neuen Führungsstils, denn immer noch sei das Tagesgeschäft der Hauptbestandteil der Pflichten einer Führungskraft. (http://www.harvardbusinessmanager.de/blogs/hr-report-schwerpunkt-fuehrung-a-1002199.html)

Wie schafft man nun den Wechsel zur modernen Führungsarbeit?

Wie man als Führungskraft alles unter einen Hut bekommt, kompetent und modern ein Team leitet, seine Mitarbeiter begeistert, Projekte zum Erfolg bringt und auch bei Personalangelegenheiten, die arbeitsrechtliches Basiswissen erfordern, professionell urteilt, wird im fünftägigen REFA-Intensivprogramm „Qualifizierung zur Führungskraft“ vermittelt. Hier können Führungskräfte ihren Stil mit zeitgemäßen Methoden und Tools entwickeln und optimieren, um mit mehr Sicherheit und Know-how die neuen Aufgaben zu bewältigen. Durch den Wechsel von Trainingseinheiten und Praxisphasen, die lösungsorientierte Bearbeitung von eigenen Fällen sowie Rollenspiele wird ein nachhaltiger Lernerfolg garantiert.

Mehr zur REFA-Ausbildung: Qualifizierung zur Führungskraft

Teilnehmerstimmen - das sagen unsere Absolventen:

„Menschen zu führen ist alles andere als einfach, aber mein tägliches Brot. Deswegen habe ich nach Hilfsmitteln und Wegen gesucht, um diese Aufgabe besser bewältigen zu können. Die Vorfreude und Erwartung war groß. Mit dem Seminar „Trainee of Leadership“ habe ich die richtige Wahl getroffen. Viel Inhalt, der auf interessante Art und Weise in die Praxis übertragen wurde, denn von Langeweile konnte keine Rede sein. Jeder Tag brachte neue Erkenntnisse, Methoden und Werkzeuge. Durch aktive Teilnahme und Selbstreflexion wurden mir meine eigenen „Baustellen“ schnell bewusst. Durch Feedback des Dozenten und der Teilnehmer wurden mir neue Wege aufgezeigt. Danke dafür.“
Mariola Michaluk, PBV Polipol Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH

„Blind, taub, stumm…, keine Möglichkeiten zur Kommunikation?...Falsch! Kommunikation ist definitiv möglich! Wie?...Das durften wir in fünf Tagen Intensivtraining am eigenen Leibe erfahren. Und intensiv ist das Stichwort, denn sowohl die Theorie wie auch die Praxis wurden intensiv bearbeitet. Kommunikation, Methoden und Projektmanagement wurden miteinander verwoben und das Zusammenspiel sehr deutlich veranschaulicht. Die Gruppe, das Team und das Projekt waren Thema und man selbst der Mittelpunkt. Aktive Teilnahme war gewünscht, wurde gefördert und gefordert. Danke dafür! Fazit: „Neugierig werden!“ (Zitat des Referenten)
Jan Held, Kunststofftechnik Borgmann GmbH

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